Rennbericht
6. Lauf zur DRX Internationalen Deutschen Rallycross Meisterschaft 2007
01.09.02.09.2007 Estering, Buxtehude, Deutschland
Zu früh gefreut!
Der „Fluch des Estering“ schlägt erneut zu. Vier Tage hat Novasport-Mechaniker Ralf Strauß am Leihwagen gearbeitet – umsonst. „Der Wagen entsprach nicht wirklich dem Novasport Standard, als wir ihn abholten.“, so Teambesitzer Andreas Schrader, „Nach den Vorbereitungsarbeiten waren wir aber guter Dinge, als es am Sonntag an den Start ging.“

Freies Training: Schrader vor dem späteren Finalgewinner Julian Meyer (sk)
Das Auto fühlte sich noch etwas ungewohnt an, aber schon im Zeittraing war Schrader der Schnellste der vier Neueinsteiger der Division 5. Allerdings lief der Motor am Ende des gezeiteten Trainings unrund. Doch nachdem der Motor abgekühlt war, war alles wieder in Ordnung.
Dann kam der erste Wertungslauf. Am Vorstart fing der Motor an zu stottern und ging dann plötzlich aus. Alle Startversuche waren vergebens. Geistesgenwärtig liess sich Schrader trotzdem in die Startaufstellung schieben und rollte mit dem Anlasser über die Startlinie. Das sollte sich später noch auszahlen.

Diagnoseversuche nach dem ersten Wertungslauf (sk)
Es folgten Stunden der Fehlersuche, ein weiterer Start per Anlasser im dritten Wertungslauf, aber die Lösung des Problems gelang nicht. Auch Andreas Gegner halfen mit und versuchten den Fehler zu diagnostizieren. Harald Rauch, Björn Brüning-Zedler und Günter Bünning von Meyer Racing stellten großzügig Teile zur Verfügung, um durch das Ausschlussverfahren das Problem zu lösen. Auch der Mechaniker von Steffen Motorsport half mit. Er kennt das Auto ja sehr gut, denn es gehörte vorher Andreas Steffen. Novasport Racing möchte sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Helfern bedanken.

Chefmechaniker Strauß mit Andreas Steffens Mechaniker bei der Fehlersuche (sk)
Es half aber alles nichts. Das Auto lief nur kurz, bis es warm wurde und stellte sich dann mausetot. Jetzt zahlte sich aus, dass Schrader zweimal per Anlasser über die Startlinie gerollt war. Er hatte sich damit für das Finale qualifiziert und wurde er als Achter gewertet. „Die neun Meisterschaftspunkte sind hart erkauft“, so Schrader nach dem Rennen.
Die Saison ist damit für Novasport Racing beendet. „So hatte ich mir den Renntag nicht vorgestellt. Ich wollte heute um einen Podiumsplatz mitfahren. Drei Rennen auf dem Estering, dreimal Pech – ich kann das noch nicht fassen.“, sagte ein resignierter Andreas Schrader am Abend.
Photos: Sven Kopf (sk)
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