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Rennbericht

5. Lauf zur DRX – Internationalen Deutschen Rallycross Meisterschaft 2007

14.07.–15.07. 2007 – Estering, Buxtehude, Deutschland

Schadensbegrenzung

Es ist wie verhext. Auch beim fünften Lauf zur Deutschen Rallycross-Meisterschaft (DRX) auf dem Estering kam Andreas Schrader nach starkem Auftritt in den Qualifikationsläufen nicht unbeschadet ins Ziel. Diesmal krachte es im Finale der Division 1A schon in der ersten Kurve. Schrader: „Beim Herausbeschleunigen aus der Sparkassen-Kurve hatte ich im Gedrängel zwei leichte Kollisonen mit dem Polo von René Münnich. Und plötzlich bekam ich noch einen starken Schlag von hinten.“ Offenbar war ihm Konkurrent Karsten Ney ins Heck gefahren. Schraders VW Polo GTI S1600 rammte die Dreifach-Leitplanke am Streckenrand.


1. Heat: Ölpumpe läuft (kaisportpics.de)

Der Aufprall war heftig. Dank Sechspunktgurt und Sturzhelm blieb Schrader unverletzt, konnte das Rennen sogar fortsetzen. Er raste hinter dem Feld her. Das Problem dabei: Bei dem Aufprall auf die Leitplanke hatte sich die Motorhaube geöffnet. Nun stand sie aufrecht vor der Windschutzscheibe, zum Glück ein wenig schräg, so dass Schrader noch ein schmales Sichtfenster blieb.


(kaisportpics.de)

Schrader: „Meine größte Sorge war, dass mich der Rennleiter mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen holt. Wegen Gefährdung der Konkurrenz.“ Zum Glück sei Rennleiter Klaus Stich aber ein erfahrener Mann, der habe wohl gleich gesehen, dass die Motorhaube zwar ordentlich verbogen sei, dass sie aber noch gut befestigt war und nicht so leicht wegfliegen würde. So konnte Schrader den Schaden begrenzen und, nachdem noch einige Konkurrenten mit Defekten ausgefallen waren (unter anderem Karsten Ney), als Fünfter durchs Ziel fahren. Schrader: „Wenn ich gemerkt hätte, dass die Haube doch nicht mehr so festsitzt, hätte ich sofort angehalten. Sicherheit geht vor.“


Start zum A-Finale! (sk)

Für den fünften Platz gab es zwölf Punkte, und Schrader schob sich in der Meisterschaft wieder auf den sechsten Platz nach vorne. Und er ist sich sicher: „Da ist noch mehr drin.“


Opfer Schrader fährt weiter, Übeltäter Ney begutachtet Schaden (kaisportpics.de)

Schon beim Aprilrennen auf dem Estering hatte Schrader Pech gehabt. Er war als Tabellenführer nach Buxtehude gekommen, war hoch motiviert und dann hatte es schon in der Qualifikation gekracht. Das Auto eines Konkurrenten hatte sich kurz nach dem Start quergestellt. Es geriet außer Kontrolle – und wo landete es? Natürlich auf Schraders Motorhaube...! Was Schrader nach dem zweiten Unfall auf dem Estering jetzt ein wenig enttäuscht hat: Dass Karsten Ney nach dem Rennen nicht mal zu ihm gekommen ist und mit ihm über den Unfall geredet hat. Schrader: „So etwas wirkt Wunder. Da ist man sich schnell einig und geht friedlich auseinander.“


Trotz mangelnder Sicht kein Tempo rausgenommen (sk)

Trotz allem blickt Schrader jetzt nach vorn. Mit dem sechsten Platz in der Meisterschaft ist noch nichts verloren. „Da ist noch alles drin“, sagt er, denkt noch einmal kurz nach, und wirkt dann nicht mehr ganz so zuversichtlich. Ihm ist eingefallen, wo am 2. September das nächste Rennen der DRX gefahren wird. Auf dem Estering! Aber dann sagt er: „Ich bin nicht abergläubisch. Das wird schon gut gehen.“

Photos: Kai Hachulla (kaisportpics.de), Sven Kopf (sk)

Text: Andreas Göhring

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